Effektive Nutzung von Lernzeit
Ich schaffe (digitale) Routinen, damit Lernen gelingt.
Sorgfältig aufbereitete, leicht zugängliche digitale Materialien, kombiniert mit etablierten Routinen und vorab eingeübten Bedienkompetenzen, fördern einen effektiven Unterrichtablauf und eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit den Lerninhalten.
Die Schule gibt Nutzungsregeln, Absprachen zum Einsatz von Lernumgebungen und weitere schulweite Vereinbarungen vor. Diese Grundlagen werden mit eigenen Routinen und Ritualen für den Unterricht gefüllt.
Wie organisiere ich die Nutzung der Geräte im Unterricht?
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Regeln Sie die Geräteorganisation, bevor der Unterricht beginnt!
„Bei uns gibt es feste Zuständigkeiten rund um den Tabletkoffer: Ein Technikdienst aus zwei Schülerinnen und Schülern holt die Geräte vor der Stunde, verteilt sie und bringt sie danach zurück. Das Laden der Tablets ist ebenfalls klar geregelt – so sind die Geräte immer einsatzbereit und ich verliere keine wertvolle Unterrichtszeit."
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Ordnen Sie die Tablets den Lernenden eindeutig zu.
„Ich nummeriere Tablets und Tabletkoffer und arbeite mit ausgehängten Listen, sodass jedes Kind möglichst immer mit demselben Gerät arbeiten und seine digitalen Produkte zuverlässig wiederfinden kann.“
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Finden Sie eine digitale Struktur, die zu Ihrem Unterricht passt!
„Für mich ist die systematische Bereitstellung der Dateien sehr wichtig. Wir haben eine einheitliche Ordnerstruktur als Ablageort und zur Bereitstellung von Unterrichtsmaterial in einer Dateiablage/Lernplattform. Alle Lehrkräfte nutzen die gleiche Struktur. Das Material wird von der Lehrkraft auf der Lernplattform mebis zur Verfügung gestellt. Dieses laden die Schülerinnen und Schüler am Anfang der Unterrichtsstunde auf ihr Endgerät.“
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Finden Sie eine digitale Struktur, die zu Ihrem Unterricht passt!
„In den unteren Klassenstufen stellen wir die Materialien alle über einen QR-Code zur Verfügung. Wir üben das Scannen mit der Kamera von der Beginn an. Die QR-Codes für die Anwendungen sind immer griffbereit auf dem Tisch mit einem Klettpunkt befestigt. Dateien stellen wir über ByCS-Drive zur Verfügung und teilen den Link an der Tafel.“
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Finden Sie eine digitale Struktur, die zu Ihrem Unterricht passt!
„Wenn alle Materialien an einem einheitlichen digitalen Ort zu finden sind und der Ablauf bekannt ist, kann selbstständig und ohne Zeitverlust gearbeitet werden. Durch die schulweite Vereinbarung, digitale Unterrichtsinhalte über eine digitale Pinnwand zu organisieren, sind alle Beteiligten fit in der Handhabung. Da alle wesentlichen Unterrichtsschritte für die Lernenden dort zu finden sind und sie den Ablauf gewohnt sind, kann sehr selbstständig gearbeitet werden – ohne dass beim Wechsel zwischen analogen und digitalen Übungen Zeit verloren geht."
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Nutzen Sie das digitale Gerät nicht gleichzeitig für alle Funktionen (Heft, Buch, Taschenrechner, Recherche).
„Bei der Unterrichtsplanung achte ich darauf, dass die Schülerinnen und Schüler nicht ständig zwischen verschiedenen Medien wechseln müssen. Ich gebe klare Anweisungen, ob eine Aufgabe analog oder digital bearbeitet werden soll, und reduziere die Anzahl der gleichzeitig genutzten Apps. So bleibt der Fokus auf den Inhalten und nicht auf der Technik.“
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Bereiten Sie Ihren Unterricht konsequent mit differenzierten und individuellen Inhalten vor.
„Durch das Bereitstellen von Materialien in Lernpfaden entsteht automatisch eine Differenzierung durch die individuelle Lerngeschwindigkeit. Vereinfachte oder weiterführende Aufgaben lassen sich einfach zusätzlich hinterlegen."
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Benennen Sie Dateien klar und stellen Sie die Bereitstellung des Materials sicher!
„Am Stundenende planen wir regelmäßig eine „Tablet-Aufräumzeit“ ein. Dabei überprüfen die Schülerinnen und Schüler, ob alle Dateien korrekt benannt und im richtigen Ordner abgespeichert sind. Das fördert die Selbstverantwortung und hilft, digitales Chaos zu vermeiden.“
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Erstellen Sie klare Arbeitsaufträge, die die erforderlichen Anwendungen berücksichtigen!
"Arbeitsaufträge müssen viel genauer und eindeutiger, dabei aber weiterhin klar und überschaubar formuliert werden. Eine einfache Anweisung, eine Aufgabenstellung zu bearbeiten, ist nicht mehr ausreichend, dem Lernenden muss auch immer vermittelt werden, ob diese Anweisung digital oder analog, mit einer bestimmten App oder frei bearbeitet werden soll. Dabei muss ich immer im Hinterkopf haben, welche Anwendungen und Programme meine Klassen schon kennen oder ob ich Zeit einplanen muss, den Umgang mit diesen einzuüben.“
Wie führe ich die Schülerinnen und Schüler an die Arbeitsweise heran?
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Planen Sie Zeit ein, um neue Arbeitsweisen einzuführen.
Neue digitale Arbeitsweisen werden schrittweise und gemeinsam eingeführt, erst wenn alle sicher sind, wird eigenständig gearbeitet: „Zu Beginn jeder neuen App oder Arbeitsweise starte ich immer mit einer kurzen gemeinsamen Einführung. So stelle ich sicher, dass alle verstehen, was sie tun sollen, bevor sie alleine loslegen."
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Eine feste digitale Startroutine zu Beginn jeder Stunde schafft Sicherheit und vermeidet Leerlauf.
„Nach dem analogen Unterrichtsbeginn starten wir mit einer festen digitalen Routine: Die Schülerinnen und Schüler öffnen direkt die entsprechende Aufgabe in der Lernplattform. Ihre Zugänge haben sie griffbereit auf dem Tisch befestigt. So vermeiden wir lange Übergangszeiten und alle wissen, was zu tun ist, ohne auf zusätzliche Anweisungen warten zu müssen."
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Nutzen Sie die Möglichkeit digitaler Medien zur Visualisierung von Arbeitsaufträgen.
„Arbeitsaufträge stelle ich visuell klar strukturiert mit Symbolen, Farben dar. So wissen alle auf einen Blick, was zu tun ist. In der mebis Lernplattform sind alle Arbeitsanweisungen personalisiert hinterlegt. So habe ich kaum Leerlauf in meiner Stunde und habe viel Zeit, mich im Klassenraum zu bewegen und auf einzelne Schülerinnen und Schüler einzugehen."
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Wenn Sie ein digitales Heft im Unterricht nutzen möchten: Üben Sie den Ablauf, bevor das digitale Heft im Unterricht zum Einsatz kommt!
„Bevor meine Schülerinnen und Schüler das digitale Heft selbstständig nutzen, haben wir gemeinsam Schritt für Schritt geübt, wie ein Arbeitsblatt ins Heft eingefügt wird. Ein Tafelbild mit dem genauen Ablauf hängt seitdem immer sichtbar im Klassenzimmer – das spart viele Nachfragen. Mit einem ByCS-Lernplattform Kurs üben sie selbständig die Funktionen der Notizenapp."
Auf welche Weise leite ich die neuen Arbeitsweisen an, um den Unterrichtsfluss aufrechtzuerhalten?
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Betrachten Sie Ihren Arbeitsablauf aus der Perspektive der Lernenden!
„Um Zeitverluste bei Übergängen zu minimieren, arbeiten wir mit klar definierten Arbeitsphasen. Es gibt unter anderem feste Regeln, wann Tablets genutzt und wieder weggepackt werden. Durch sichtbare Zeitvorgaben über den Beamer wissen die Schülerinnen und Schüler genau, wie lange sie für eine Aufgabe haben, was zu einer effizienten Arbeitsweise beiträgt.“
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Verzahnen Sie analoge und digitale Materialien auf lernförderliche Weise.
„Für manche Aufgaben bleibt das analoge Heft unersetzlich – etwa beim Schreiben und Zeichnen. Digitale Aufgaben setze ich gezielt dort ein, wo sie sofortiges Feedback bieten oder einen anderen Zugang zum Lerninhalt ermöglichen."
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Testen Sie die bereitgestellten Materialien und Links im Voraus.
„Bei meiner Unterrichtsplanung hat es sich bewährt, neue technische Abläufe immer selbst auszuprobieren. So kann ich frühzeitig Probleme erkennen oder meine Schülerinnen und Schüler gezielt darauf hinweisen. Im Unterricht spare ich so Zeit und sorge für einen reibungslosen Ablauf."
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Nutzen Sie die Unterstützung von anderen Mitschülerinnen und Mitschülern.
„In den ersten Stunden mit den iPads habe ich gezielt ältere Schülerinnen und Schüler als Tech-Buddies eingesetzt. Sie haben den Jüngeren gezeigt, wie alles funktioniert. Das hat nicht nur Zeit gespart, ich habe gemerkt, wie stolz die älteren Schülerinnen und Schüler auf ihre Rolle waren."