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Präsentationstools als digitale Lehr- und Lernwerkzeuge

Aus unserem Lehr- und Lernalltag sind Präsentationstools nicht mehr wegzudenken. Die meisten Kolleginnen und Kollegen nutzen sie typischerweise zum Erstellen von Präsentationen, die den Unterricht stützen und den Lerninhalt strukturiert darstellen. Dabei können sie so viel mehr. Vor allem aber stellen sie nicht nur ein nützliches Werkzeug für Lehrende dar, sie können auch Lernende intensiv bei der Aneignung von Wissen unterstützen. In diesem Artikel soll daher der Fragestellung nachgegangen werden, inwieweit man durch eine Ausstattung mit mobilen Endgeräten die Präsentationskompetenz der Lernenden stärken kann und welche weiteren Möglichkeiten es gibt, Präsentationswerkzeuge zum Lernen und Lehren effektiv einzusetzen.

Medienkompetenz durch die Arbeit mit Präsentationen fördern

Die Fähigkeit, einen Vortrag zu halten, bei dem ein Medium das gesprochene Wort sinnvoll ergänzt, gehört sicher zu den Schlüsselqualifikationen unserer Zeit. Digitale Präsentationstechniken nehmen dabei einen immer größeren Stellenwert ein. Schülerinnen und Schüler sollen im schulischen Kontext dazu befähigt werden, Unterrichtsprojekte und -produkte in verschiedenen Formaten zu erarbeiten, zu gestalten, zu präsentieren und schließlich zu veröffentlichen. In 1:1-Klassen liegt der Vorteil auf der Hand: Jede Schülerin und jeder Schüler kann Arbeitsaufträge auf dem eigenen Tablet im persönlichen Tempo erledigen. Unabhängig von IT-Räumen oder der Buchung eines Tablet-Koffers besteht nun zu jeder Zeit die Möglichkeit, kooperative und kreative Projekte mit Hilfe von Präsentationstools zu erstellen. Dafür benötigen die Lernenden eine Vielzahl an Kompetenzen:

Übersichtsgrafik zu Kompetenzbereichen der Präsentation

Mehr als ein Präsentationstool im 1:1-Setting – Didaktische Einsatzmöglichkeiten im Überblick

Der Einsatz von Präsentationstools im 1:1-Setting an Schulen bietet viel mehr als die reine Begleitung von Vorträgen im Unterricht. Denn Präsentationswerkzeuge ermöglichen es, verschiedene multimediale Tools wie Texte, Videos, Audios, Bilder, Grafiken, Lernspiele oder Links in bestehende Präsentationen zu integrieren. Somit wird interaktives Unterrichten möglich, welches Lernende aktiv in den Lernprozess mit einbezieht. Aufgrund der Tatsache, dass die eigenen Geräte der Lernenden sowohl in der Schule als auch Zuhause jederzeit nutzbar sind, kann ein vielfältiges Lernangebot zur Verfügung gestellt werden. Mit Hilfe entsprechender Software kann dieses sowohl individuell als auch kollaborativ (weiter)bearbeitet und gesichert werden.

Sowohl für die Seite der Lehrenden als auch der Lernenden bieten sich diverse Einsatzmöglichkeiten von Präsentationstools in der Unterrichtspraxis an:

1. Strukturierung der Unterrichtsstunde

Der Einsatz von Präsentationstools im Unterricht verhilft Lehrenden dazu, schnelle und sichere Übergänge zwischen verschiedenen Unterrichtsphasen zu schaffen. Damit kann der Unterricht eine klare Struktur erhalten und ein zielführender Workflow entstehen. Inhalte werden für die Lernenden leichter greifbar, sie erhalten Orientierungshilfen und können das Besprochene besser behalten. Präsentationstools eignen sich für:

  • Stundeneinstiege

  • Ablauf der Stunde (Stundentransparenz)

  • Tafelbild bzw. Hefteintrag (in Kombination mit einem Whiteboard oder interaktiven Smartboard können die Folien interaktiv bearbeitet und beschriftet werden)

  • Animationen zur Visualisierung von Sachverhalten

Sollte sich die Unterrichtsplanung verändern, können jederzeit Folien übersprungen, Aufgabenstellungen neu formuliert oder abgeändert werden.

2. Erstellung multimedialer Lernumgebungen: Lernwerkzeug für Schülerinnen und Schüler

Präsentationstools ermöglichen auch die Einbettung von Links oder Arbeitsaufträgen in Form von digitalen Arbeitsmaterialien, d. h. sind die Dateien auf Online-Speichermedien/ Cloudspeichern bereitgestellt oder besteht eine Internetverbindung, so kann unmittelbar von der Präsentation aus auf Internetseiten oder digitale Arbeitsaufträge zugegriffen werden. Präsentationstools bieten dadurch die Möglichkeit, Lerninhalte in Lernumgebungen vielfältig abzubilden, wodurch Lernprozesse gesteuert werden können und Schülerinnen und Schülern somit ein individuelles und selbstständiges Lernen ermöglicht wird.

  • Motivation

    Die Programme verfügen über Layoutvorlagen und Templates, welche die Erstellung einer attraktiv gestalteten, digitalen Lernumgebung mit multimedialen Elementen ermöglichen.

  • Querverweise

    Lernumgebungen können Verlinkungen zu Merkeinträgen enthalten. Durch Klicken auf ein Symbol, das den Lernenden bekannt ist und immer wieder zum Einsatz kommt, wird der Merksatz angezeigt.

  • Strukturierung

    Das lineare Format (hier: Ausgangsfolie mit Bild) ermöglicht die Vorgabe einer klaren Reihenfolge der zu bearbeitenden Aufgaben oder anzuwendenden Methoden. Mittels Hyperlinks gelangen die Lernenden im vorliegenden Beispiel durch das Anklicken einzelner Stationen zu einem integrierten Textabschnitt. Nach jedem Lesen werden sie wieder zum Wimmelbild zurückgeführt.

  • Differenzierung

    Durch die Einbindung von (abgestuften) Hilfen in unterschiedlichen Formen kann ohne großes Aufheben auf Stärken und Schwächen der Lernenden eingegangen werden. Die Lernenden können je nach Bedarf selbst entscheiden, inwieweit sie Unterstützung benötigen und hinzuziehen.

  • Multimedialität

    Besonders bei abstrakten und komplexen Fachinhalten bieten digitale Lernumgebungen die Möglichkeit, das Lernen durch multimediale Elemente wie Animationen, Simulationen oder Videos zu unterstützen und die Inhalte dadurch leichter verständlich zu machen.

  • Flexible Einsatzmöglichkeiten (I)

    Lernende können die Lernumgebung nicht nur einsehen, sondern auch selbst weiterbearbeiten. Ergebnisse können in Textform, als Audiofiles und Skizzen in das Buch eingetragen werden.

  • Flexible Einsatzmöglichkeiten (II)

    Das lineare Buchformat gibt eine klare Struktur auch in der Bearbeitung vor, fokussiert dadurch auf die zu bearbeitende Aufgabe und lässt dennoch Freiheiten in der Art und Weise der Repräsentations- und Ausdrucksmöglichkeiten.

  • Flexible Einsatzmöglichkeiten (III)

    Die große Vielfalt an unterschiedlichen Formaten ermöglicht einen fachspezifischen und fächerübergreifenden Einsatz.

  • Mehere Schüler arbeiten kollaborativ an einem Projekt
    © istock.com/Sensvector

    Zusammenarbeit

    In Gruppen- oder Projektarbeiten lassen sich Aufgaben kollaborativ bearbeiten. Die Programme liefern dazu die technischen Voraussetzungen.

Die 1:1-Ausstattung ermöglicht einen verstärkten Einsatz von Präsentationstools, weshalb in der Folge auch Kompetenzen bei den Lernenden geschult werden können, die unter den bisherigen Voraussetzungen ohne eigene Geräte oftmals zu kurz kamen. Über das gewöhnliche Erstellen von Präsentationen hinausgehend können Lernende auch selbst dazu angeleitet werden, eigene multimediale Lernumgebungen mit Hilfe von Präsentationssoftware zu gestalten.

3. Präsentationstools als Grundlage für das Erstellen von Videos

Durch Präsentationstools lassen sich Ergebnisse mit Hilfe der neuen technischen Möglichkeiten recht einfach auf multimediale Weise festhalten. Sowohl Lehr- als auch Lernvideos können aus diversen Präsentationen entstehen.

  • Bildschirmaufzeichnung oder Export der Präsentation als Video

  • Animationen und Stifteingaben als Teil des Films

  • Nachvertonung bereits erstellter Präsentationen

  • Videoaufzeichnung während die Präsentation gehalten wird und somit gleichzeitig Feedbackfunktion für Lehrende und Lernende

Konkrete Unterrichtsimpulse

Folgende Beiträge stellen konkrete Unterrichtsbeispiele vor, die Ihren Schülerinnen und Schülern Freiräume für Kreativität bieten und Ihren Unterricht schülernah und abwechslungsreich gestalten.

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