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Die kommunalen Medienzentren werden von den Landkreisen und kreisfreien Städten unterhaltenen und verleihen didaktische Medien an Schulen und außerschulische Bildungseinrichtungen. Sie leisten pädagogische Beratung für den Einsatz der entliehenen Medien, geben praktische Hilfen zur Handhabung der dazugehörigen Geräte und stellen Technik und Schulungsräume bereit.

Welches Medienzentrum für Sie bzw. Ihre Schule zuständig ist?

Medienzentren sind wichtige Ansprechpartner für die Schulen, da sie lizenzrechtlich einwandfreie Medien für den Unterrichtseinsatz bereitstellen und ein Ort sind, an dem Interessen und Wünsche aller Schularten zusammenlaufen. Ferner halten Medienzentren Kontakt zu den Behörden und sind im Idealfall durch die Verzahnung mit den Beraterinnen und Beratern digitale Bildung und dem Referentennetzwerk Bayern auch in die staatliche Struktur der Förderprogramme und der Lehrerfortbildung eingebunden. Informationstechnische, pädagogische und medienpädagogische Aufgaben laufen in den Medienzentren zu einem Strang zusammen.

Im Zuge des Voranschreitens der Digitalisierung können die Medienzentren zielgenau regional unterstützen. Sie sind Partner, wenn es um die  Verfügbarkeit von digitalem Content, Beratung und Serviceangeboten wie die Bereitstellung von Cloudspeicher, Videokonferenztools und Geräten (z. B. Kameras, Mikrofone, etc.) geht. V. a. das Streaming der Onlinemedien durch geförderten Breitbandausbau wird in Zukunft noch stärker zunehmen. Dabei bietet sich dem Kunden keine unüberschaubare Masse an Medienangeboten, sondern passgenaue Medien und Materialien für den Unterricht, die didaktisch so aufbereitet sind, dass sie sich für einen schülerzentrierten, kompetenzorientierten sowie handlungsorientierten Unterricht nach den Lehrplanvorgaben ohne Bedenken verwenden lassen.

Die Aufgaben der kommunalen Medienzentren sind im Art. 79 BayEUG festgelegt: „Die von den Landkreisen und kreisfreien Gemeinden errichteten und unterhaltenen Kreis- und Stadtbildstellen (kommunale Medienzentren) versorgen die Schulen und die Träger außerschulischer Bildungs- und Erziehungsarbeit mit Medien und erfüllen die damit zusammenhängenden pädagogischen Aufgaben.“

Die kompetente Mediensichtung und Medienbeschaffung, der Erwerb von geeigneten Lizenzen, der Aufbau, die Pflege und die Aktualisierung des Verleih- und Onlinebestandes, die Ausleihe von Bildungsmedien und die dazugehörige Beratung von Lehrkräften gehören zum Aufgabenbereich der kommunalen Medienzentren. Dabei werden auch die Medienwünsche der Lehrerinnen und Lehrer bedacht. Eine weitere zentrale Säule der Medienzentren ist der Verleih und das Testen von Geräten an und für Schulen. Dazu gehören Tablets und anderweitige mobile Geräte, Robotik, Video- und Tonausstattungen mit Zubehör. Die Medienzentren sehen es als eine wichtige Aufgabe, den aktuellen Bedarf der Schulen und Bildungseinrichtungen an Fortbildungen, Unterrichtsmedien und Technik/Hardware zu analysieren, um die Schulen und Lehrkräfte bestmöglich zu unterstützen.

Die Onlinemedien des Medienzentrums sind über jeweils eigene Kataloge recherchier- und abrufbar. Auf der Homepage des jeweiligen Medienzentrums sind die Kataloge entsprechend verlinkt. Zugangsdaten für Lehrkräfte können Sie entsprechend bei dem jeweiligen Medienzentrum beantragen oder sind zugeordneten Schulen zugewiesen und können bei der Schulleitung angefragt werden. Über die Suchmaske am Anfang dieser Seite gelangen Sie an die Kontaktdaten des für Sie zuständigen Medienzentrums.

Darüber hinaus besteht bei 93 der 96 kreisfreien Städte und Landkreise eine Distributionsvereinbarung, sodass die Inhalte auch in der ByCS-Mediathek abrufbar sind. Nach einer Recherche finden Sie die von Ihrem Medienzentrum gekauften Inhalte unter dem Reiter MZ-Medien. In diesem Zusammenhang gibt es auch die Möglichkeit, entsprechende Medien in anderen Teilangeboten wie z.B. dem ByCS-Board oder der Lernplattform zu verlinken.

Die Nutzung digitaler Medien in der Schule ist an große Erwartungen geknüpft. Der Einsatz von mobilen Geräten und internetbasierten Anwendungen ist mittlerweile eine Selbstverständlichkeit. In diesem Zusammenhang wollen sich die Medienzentren auch neue Themenbereiche erschließen:

  • außerschulische Lernorte für Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler, Eltern und pädagogisches Personal im Bereich der aktiven Medienarbeit (Videoerstellung, Podcasting, kreative Arbeit mit dem Tablet, etc.)

  • Beratung, Unterstützung und Qualifizierung für Lehrkräfte, Schulträger, Schulleitungen und außerschulischen Bildungsinstitutionen im Bereich der IT-Ausstattung

  • Kooperationspartner in der regionalen Jugend-, Eltern- und Familienarbeit bei der Vermittlung von Medienkompetenz

  • Möglichkeit zum Austausch und zur Klärung von Fragen rund um die Themen des Unterrichts im Rahmen einer (Online-) Sprechstunde für Lehrkräften

  • Individuelle Beratung in der Handhabe digitaler Endgeräte und Softwareanwendungen

  • Bereitstellung von Infomaterial zu speziellen Themen in Verbindung mit der Digitalisierung wie z. B. im MINT-Bereich, Coding & Robotik, 3D-Scan und 3D-Druck, Video- und Audioproduktion, Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR)

Medienzentren sind im Umbruch. Sie sind nach wie vor federführend bei der didaktischen Auswahl von Filmen und digitalen Medien für einen zeitgemäßen Unterricht, die Errungenschaften im Bereich der Digitalisierung erlauben eine zunehmende Umstellung der Verleihvorgänge hin zu einem rein onlinebasierten Verleih. Physische Medien werden sukzessive aus den Beständen der Medienzentren vollständig verschwinden, was vor Ort die Freiheit bietet, neue Raumkonzepte und Serviceleistungen zu entwickeln. Das Medienzentrum ist kein Lagerplatz mehr, es ist vielmehr ein Ort der Begegnung, der Fort- und der Weiterbildung, ein innovativer Impulsgeber in der Erprobung und Bewertungen neuer technischer Einflüsse und Entwicklungen.

Durch das Einbinden verschiedener Partner (BdB, Referentennetzwerk, Fachberatung, externe Partner usw.) soll das Medienzentrum ein Kompetenzzentrum werden, das die genannten Akteure vernetzt. Synergieeffekte können somit zur Erreichung  der gemeinsamen Ziele genutzt werden.  So könnten staatliche Förderprogramme und Fortbildungsinitiativen im Schulterschluss mit den Aufgaben der Gemeinden, damit Schulen eine funktionierende Infrastruktur im technischen Sinne, gepaart mit einem darauf abgestimmten medienpädagogischen Fortbildungsprogramm erhalten.

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