KI-Kompass
Der „KI-Kompass“ ist Teil des digitalkompass.schule und soll dem Einsatz von KI-Anwendungen im Unterricht vorausgehen. Er bietet umfangreiche Materialien zur Vorbereitung der Arbeit mit KI-Systemen im Unterricht.
Die KI-Funktionalitäten in der ByCS-Lernplattform unterstützen Lehrkräfte bei der Materialerstellung und Unterrichtsgestaltung.
Ziel des Einsatzes im Unterricht soll auch sein, Schülerinnen und Schüler anzuleiten, KI-Anwendungen lernförderlich und kritisch-reflektiert zu nutzen.
Lernförderliche Einsatzszenarien für Anwendungen mit generativer KI zeichnen sich dadurch aus, dass Schülerinnen und Schüler altersgerecht lernen, kognitive Anforderungen mittels KI anzunehmen, statt diese an die Technik auszulagern.
In jedem Fall sind die Nutzungsszenarien dem Alter der Schülerinnen und Schüler entsprechend zu gestalten.
Generative KI kann in Lehrerhand dazu genutzt werden, kompetenzorientierte Aufgaben für intelligentes Üben zu konzipieren, Materialien zur Veranschaulichung zu erzeugen und Lernen zu individualisieren. Sehen Sie hierzu auch:
Digitale Medien sollten gezielt eingesetzt werden, um das Lernen zu fördern und die Schülerinnen und Schüler auf die Herausforderungen einer zunehmend digitalisierten Welt vorzubereiten. Der Fokus muss demnach auf der Qualität des Unterrichts liegen. Dazu ist es notwendig, ein gemeinsames Qualitätsverständnis von gutem Unterricht in einer digitalen Welt zu entwickeln.
Für Schülerinnen und Schüler können Anwendungen mit generativer KI als interaktive Assistenzsysteme eingesetzt werden, um durch gestufte Hilfen, Vorschläge und Rückmeldungen zum Denken und Weiterarbeiten anzuregen.
Ziel soll es sein, Schülerinnen und Schüler anzuleiten, KI-Anwendungen lernförderlich und kritisch-reflektiert zu nutzen. In jedem Fall sind die Nutzungsszenarien dem Alter der Schülerinnen und Schüler entsprechend zu gestalten.
In den unterschiedlichen Fächern unterstützen die KI-Funktionalitäten der Lernplattform u. a. dabei,
Materialien wie Texte, Bilder und Audios zu erstellen, um sie z. B. für Aufgabenvariationen auf unterschiedlichen Niveaustufen oder für vielfältige Übungssituationen anzuwenden,
Zusammenfassungen oder Übersetzungen erstellen zu lassen,
lernförderliches Feedback zu Schülerlösungen zu verfassen,
Unterrichtssequenzen zu planen,
Ideen für Lehrsettings zu generieren,
Literaturvorschläge bei fachlichen Fragen zu generieren.
Entscheidend bleibt die professionelle Begleitung von Schülerinnen und Schülern sowie die Kuratierung der Materialien.
Durch die Integration von KI-Funktionalitäten in Lehr- und Lernszenarien wird angestrebt, dass Schülerinnen und Schüler Kompetenzen für einen verantwortungsbewussten und reflektierten Umgang sukzessive und strukturiert aufbauen.
Für Schülerinnen und Schüler bieten die KI-Funktionalitäten viele Potenziale, ihre kognitive Aktivität anzuregen, z. B. durch
schnelle und sanktionsfreie Rückmeldungen zu Fehlern bzw. Fehlvorstellungen (Stichwort: formatives Assessment),
Vorlesen oder Übersetzen von Texten in unterschiedliche Sprachen bzw. Umwandlung von Texten in Grafiken zur besseren Verständlichkeit,
Zusammenfassen und/oder Strukturieren von längeren Texten,
Begleitung von kreativen Aufgabenstellungen, z. B. durch die Mitentwicklung von Storyboards für Videos oder Podcasts,
Integration in prozessorientierte Aufgabenformate durch Feedback und Hilfen bei der Strukturierung und Gestaltung,
Unterstützung beim Lösen von Aufgaben oder beim Schreiben von Texten.
Neben fachlichen Kompetenzen können auch überfachliche Kompetenzen im Umgang mit KI-Anwendungen geschult werden; dazu zählen z. B.
als „Bias-Detektive“ herauszufinden, ob und ggf. welche Vorurteile und Stereotypen in KI-generierten Inhalten enthalten sind,
Untersuchungen, ob ein Text, Bild, Video oder Audio von einer KI-Anwendung generiert wurde („KI-Forensik“),
Vergleiche, welche Prompts zu welchen Ergebnissen führen und wie Prompts ggf. zu optimieren sind,
durch „Reverse Prompt Engineering“ Schülerinnen und Schüler herausfinden zu lassen, mit welchem Prompt ein bestimmtes Ergebnis erzielt wurde,
in der Lerngruppe durch einen „Prompt Battle“ in einem spielerischen Wettbewerb zu ermitteln, wodurch sich gute Eingaben auszeichnen.
Wichtige Hinweise, zusammengefasst in einem Dokument, geben hierzu konkrete Hilfestellung:
Mit KI-Anwendungen im Bildungsbereich soll es gelingen, den Zugang zu Informationen zu verbessern, personalisiertes Lernen einfacher zu realisieren sowie Schulleitungen und Verwaltungs- und Lehrkräfte in ihren Arbeitsprozessen zu unterstützen.
Im Selbstlernkurs „Unterricht entwickeln mit KI“ sind erste Einsatzszenarien zu finden, wie die KI-Funktionalitäten in der ByCS in bestimmten Fächern genutzt werden können.
Dieser Selbstlernkurs stellt generative KI-Anwendungen vor und gibt Ideen und Impulse, diese sowohl für die Unterrichtsvorbereitung als auch für Lernprozesse der Schülerinnen und Schüler zu nutzen; immer mit Blick auf das Qualitätsverständnis für guten Unterricht in der digitalen Welt.
Tutorials für Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler unterstützen bei der Konfiguration sowie im Umgang mit den Funktionalitäten.
Für die Vermittlung von Grundlagen im Umgang mit KI stehen den Schulen verschiedene Materialien für den Einsatz im Unterricht zur Verfügung:
Der „KI-Kompass“ ist Teil des digitalkompass.schule und soll dem Einsatz von KI-Anwendungen im Unterricht vorausgehen. Er bietet umfangreiche Materialien zur Vorbereitung der Arbeit mit KI-Systemen im Unterricht.
Der Einführungskurs „KI - und jetzt?“ auf teachSHARE wurde für Schülerinnen und Schüler konzipiert und behandelt zentrale Fragen zum Thema Künstliche Intelligenz.
Damit KI-Anwendungen nicht als Abkürzung genutzt werden, um ohne Anstrengung Arbeitsaufträge zu erledigen, kann es hilfreich sein, mit Schülerinnen und Schülern vorher Regeln für die Nutzung zu vereinbaren. Diese Aspekte können als Ausgangspunkt für eine Diskussion in der Schule dienen:
Vor dem Einsatz von KI-Systemen steht die Beschäftigung mit den Grundprinzipien der Funktionsweise von generativer KI.
KI ist Hilfe, kein Ersatz; d. h. Ergebnisse sind zu überprüfen und zu überarbeiten
Wenn Inhalten übernommen werden, muss das gekennzeichnet und begründet werden.
KI-Anwendungen nur einsetzen, wenn es einen Vorteil bringt.
Verstehen, warum Aufgaben eigenständig erledigt werden sollen, um Kompetenzen zu entwickeln.
Bewusstsein, dass nur kompetente Anwenderinnen und Anwender KI-Anwendungen sinnvoll nutzen können („Wer nichts weiß, muss alles glauben.“).
Keine Eingabe von personenbezogenen Daten (Namen, Adressen, Fotos usw.), um die eigene Privatsphäre und die Privatsphäre Anderer zu schützen.
Nur freigegebene Anwendungen nutzen.
Transparent darlegen, wann und wie KI-Anwendungen genutzt werden.
KI-generierte Inhalte nicht als eigene ausgeben.
Wissen um Fehleranfälligkeit von KI-Anwendungen bei der Nutzung einsetzen, z. B. Thema Halluzinationen, Vorurteile, Stereotype, Diskriminierung, Deepfakes.
Beim Einsatz von KI-Anwendungen beachten, dass mit einem Computer interagiert wird, auch wenn die Reaktionen in natürlicher Sprache erfolgen; dazu gehört auch das Verständnis, dass generative KI programmiert ist, freundlich und verständnisvoll zu sein und dass diese Outputs nicht dazu führen sollten, der maschinellen Anwendung zu vertrauen.
Diese Checkliste fasst Schritte für ein strukturiertes Vorgehen für die Nutzung der KI-Funktionalitäten der ByCS zusammen.