Zu Inhalt springen Zu Fußbereich springen

Unterrichtsentwicklung

Nachdem zu Beginn beim Einsatz der Geräte im Unterricht häufig noch der Umgang mit den digitalen Endgeräten und damit die Bedienkompetenz im Vordergrund steht, rücken allmählich die vielfältigen Chancen für die Unterrichtsentwicklung mit digitalen Medien in den Fokus. Es empfiehlt sich, mit dem Kollegium eigene Ziele in diesem Bereich zu erarbeiten. Zur Zielfindung bieten sich das K+5-Modell an.

Ein Modell für guten Unterricht in einer digitalen Welt

Die heutige Zeit ist geprägt von der allgegenwärtigen Digitalisierung, die auch die schulische Bildungslandschaft maßgeblich beeinflusst, wenn auch in unterschiedlicher Intensität und Ausprägung. Im Rahmen des Erziehungs- und Bildungsauftrags obliegt es den Schulen, die Schülerinnen und Schüler zu einem kompetenten und verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien zu befähigen.

Dazu ist es unerlässlich, dass Lehrkräfte ein fundiertes Verständnis für die Chancen der Digitalität entwickeln und diese gezielt nutzen, um Lernprozesse professionell zu gestalten.

Im schulischen Kontext lassen sich drei zentrale Perspektiven in Bezug auf den Einsatz digitaler Medien identifizieren:

  1. Kompetenzvermittlung an Schülerinnen und Schüler
    Die erste Perspektive thematisiert die Kompetenzen, die Schülerinnen und Schüler benötigen, um in einer zunehmend digitalen Welt souverän und kritisch agieren zu können. Im Fokus steht dabei die Frage, auf welche Weise Schulen diese Kompetenzen wirksam vermitteln können (KMK, 2016). Der bayerische Medienkompetenzrahmen liefert hierzu wertvolle Ansätze und Orientierungshilfen.

  2. Digitale Medien als Werkzeuge für lernwirksamen Unterricht
    Die zweite Perspektive betrachtet digitale Medien als Instrumente, die gezielt zum Zwecke der Gestaltung eines effektiven und zukunftsorientierten Unterrichts eingesetzt werden können. In diesem Zusammenhang betont die Kultusministerkonferenz die Relevanz der Integration digitaler Medien, um Schülerinnen und Schüler auf die digitale Arbeitswelt vorzubereiten, Lehr- und Lernprozesse zu optimieren und das Potenzial dieser Technologien umfassend zu nutzen (KMK, 2021; SWK, 2022).

  3. Organisatorische Unterstützung durch digitale Medien
    Die dritte Perspektive fokussiert die organisatorischen Aspekte des Einsatzes digitaler Medien, insbesondere mit dem Ziel der Entlastung von Lehrkräften. Durch die gezielte Nutzung digitaler Werkzeuge können alltägliche Aufgaben effizienter gestaltet werden, sodass Lehrkräfte mehr Zeit für die individuelle Förderung von Schülerinnen und Schülern aufwenden können. Im beruflichen Kontext sind digitale Medien für die Kommunikation mit Lernenden, Eltern und Kolleginnen sowie Kollegen unabdingbar. Sie unterstützen die Entwicklung von Kommunikationsstrategien, die gemeinsame Erarbeitung von Unterrichtskonzepten und die kontinuierliche Weiterentwicklung.

Das K+5-Modell fokussiert sich auf die ersten beiden Perspektiven. Ein lernwirksamer Unterricht, der digitale Medien integriert, versteht Medienerziehung (=Vermittlung von Medienkompetenz) als wesentlichen Bestandteil des Fachunterrichts.

Unterrichtsentwicklung ganzheitlich betrachtet

Die Unterrichtsentwicklung erfordert darüber hinaus eine umfassende Betrachtung aller Handlungsfelder der Schulentwicklung, in denen durch die Nutzung digitaler Medien weitere zahlreiche Potenziale entstehen. Dabei sollte die entlastende Funktion digitaler Medien nicht außer Acht gelassen werden. Ziel ist es, nicht nur einzelne engagierte Lehrkräfte zu fördern, sondern das gesamte Kollegium einzubeziehen und eine nachhaltige Schulentwicklung zu fördern.

Zu Seitenstart springen Über mebis