Feedback im Lernprozess mit KI-Anwendungen gestalten
Wie Rückmeldungen im Lernprozess mit KI-Anwendungen ergänzt werden können und was dabei zu beachten ist.
Gutes Feedback wirkt – wenn es zur richtigen Zeit kommt, auf die Person passend zugeschnitten ist und einen konkreten nächsten Schritt zeigt. KI-Anwendungen können dabei unterstützen, dieses Ziel häufiger zu erreichen: als zeitunabhängiger Rückmeldungskanal, als Analyseinstrument für Lehrkräfte oder als Gesprächsgrundlage im Unterricht.
KI-Systeme können Lernergebnisse analysieren, Rückmeldungen formulieren und Lernende in Überarbeitungsprozessen begleiten, zu jeder Zeit und für jede Schülerin und jeden Schüler individuell. Jedoch ist KI-generiertes Feedback kein Selbstläufer. Es entfaltet seine Wirkung nur dann, wenn es pädagogisch sinnvoll eingebettet ist, auf klaren Kriterien basiert und von Lehrkräften begleitet wird.
Diese Artikelreihe unterscheidet zwei grundlegende Einsatzszenarien:
Nutzung von KI-Anwendungen durch Lernende: Schülerinnen und Schüler interagieren direkt mit konfigurierten KI-Anwendungen (z. B. als Tutor, Sokratischer Dialogpartner oder Kritischer Freund), um Lernergebnisse zu erarbeiten, zu überarbeiten, Argumente zu schärfen oder Verständnis zu vertiefen. → Vertiefung im Artikel „KI-gestütztes Feedback im Lernprozess„
Nutzung von KI-Anwendungen durch Lehrende: Lehrkräfte nutzen KI-Anwendungen, um Lösungen von Schülerinnen und Schülern zu analysieren, individuelle Unterstützungsangebote zu entwickeln und passgenaue Aufgaben zu generieren. → Vertiefung im Artikel „KI-gestützte Diagnose und Förderung”
Beide Szenarien werden in diesem Artikel getrennt dargestellt. In welcher Rolle eine KI-Anwendung eingesetzt wird, bestimmt maßgeblich, welche Qualitätskriterien gelten und was Lehrkräfte beachten müssen.