Variation der Lernaktivitäten
Methodenvielfalt zur Variation der Lehr- und Lernmethode
Eine angemessene Variation der Lehr- und Lernmethoden ermöglicht den Schülerinnen und Schülern unterschiedliche Zugänge zu den Lerninhalten, erzeugt Aufmerksamkeit und motiviert durch stimulierende Abwechslung.
Abwechslung bei den Lehr- und Lernmethoden meint, dass Methoden, Sozialformen und Aufgabenstellungen variiert werden. Bei der Umsetzung berücksichtigt die Lehrkraft die Lernausgangslage der Schülerinnen und Schüler genauso wie die Erfordernisse des Lerngegenstandes.
Dabei ist nicht die Quantität oder Dauer entscheidend. Vielmehr geht es in erster Linie um eine Mindestvariation, gekoppelt mit einer angemessenen Qualität, wobei die Passung zwischen Ziel, Methode und Aufgabe entscheidend ist.
Was wird unterstützt?
Variation der Lehr- und Lernmethoden bedeutet, dass Methoden, Sozialformen und Aufgabenstellungen variiert werden. «Angemessen» bedeutet, dass die Lehrkraft die Variation qualitativ hochwertig umsetzt und dabei die Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler ebenso berücksichtigt wie die Anforderungen des Lerngegenstandes. Folgende Aspekte sind dabei von besonderer Bedeutung:
Die gewählten Unterrichtsmethoden, wie z.B. Ich-Du-Wir oder Kugellager, unterstützen den individuellen Lernprozess.
Unterschiedliche Sozialformen wie Einzel-, Gruppen-, Partner- und Plenumsarbeit werden gezielt eingesetzt.
Unterschiedliche Aufgabentypen sorgen für Abwechslung beim Lernen.
Lehrerzentrierte und schülerorientierte Phasen ergänzen sich sinnvoll.
Der Einsatz eines breiten Repertoires erprobter Lehr- und Lernmethoden, die sowohl ziel- als auch inhaltsbezogen sind, sichert die Aufmerksamkeit der Schülerinnen und Schüler. Eine angemessene Variation der Lehr- und Lernmethoden fördert nicht nur die Aufmerksamkeit, sondern eröffnet auch unterschiedliche Zugänge zu den Inhalten und vermeidet sowohl Über- als auch Unterforderung. Diese Maßnahmen tragen zu einem motivierenden Unterricht bei, dem die Schülerinnen und Schüler mit Interesse und Ausdauer folgen.
Digitale Medien bieten vielfältige Möglichkeiten, durch abwechslungsreiche Lernaktivitäten zur Motivation beizutragen.
Digitale Medien tragen durch die Variation der Lernaktivitäten zur Motivation bei
Digitale Medien erweitern die Möglichkeiten der Auseinandersetzung mit Unterrichtsinhalten, indem Methoden, Sozialformen und Aufgabenstellungen flexibel an die Voraussetzungen der Lernenden und die Anforderungen des Lerngegenstandes angepasst werden können. Dabei unterstützen sie sowohl lehrerzentrierte Unterrichtsformen als auch solche, die die Selbstorganisation der Schülerinnen und Schüler fördern, z. B. durch die Auswahl von Zielen, Inhalten und Methoden. Sie unterstützen damit einen Unterricht, welcher der Heterogenität der Lernvoraussetzungen, des Stoffs und der zu erreichenden Bildungszielen gerecht werden will. Die Potenziale digitaler Medien liegen dabei insbesondere in folgenden Bereichen:
Zugang zu einer Vielzahl von Lernressourcen und -materialien (vereinfachte Bereitstellung)
Kopplung von sprachlichen und nichtsprachlichen Angeboten der mentalen Repräsentationen (grafisch-bildlich-visuell, Modelle, grafische Strukturierungsformen, Bewegung), um das Verständnis zu fördern
Möglichkeiten zur Differenzierung des Lernangebotes (durch Aufgaben) (Brägger Steiner)
Vielfältige Feedback- und Unterstützungsmöglichkeiten im individuellen Lernprozess.
Die Abwechslung der Lernaktivitäten durch den Einsatz digitaler Medien, verbunden mit einer häufig höheren Akzeptanz bei den Schülerinnen und Schülern, kann so eine Steigerung der Motivation ermöglichen. Gleichzeitig helfen geeignete Unterstützungsangebote, Über- und Unterforderung zu vermeiden, wodurch ein nachhaltiges Interesse und ein erhöhtes Durchhaltevermögen gewährleistet werden können.
Wichtig: Der kognitive Mehraufwand, der durch den Einsatz des digitalen Werkzeugs/Mediums entsteht, muss durch den zu erwartenden Mehrwert gerechtfertigt sein.