Tipps zu einer angemessen Reaktion auf Störungen
Fordern Sie die Einhaltung von Regeln konsequent ein!
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„An unserer Schule gelten einheitliche Tablet-Regeln für alle Jahrgangsstufen. Da die Regeln als Poster in jedem Klassenzimmer hängen, habe ich jederzeit die Möglichkeit, die Lernenden konkret darauf hinzuweisen.“
Seien Sie auf Störungen vorbereitet!
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„Ich überlege mir im Vorfeld, wie ich damit umgehe, wenn sich ein Kind z. B. im Unterricht fachfremd beschäftigt oder sein Tablet nicht geladen ist. Wenn ich unsicher bin, wie ich auf einen bestimmten Regelverstoß reagieren soll, tausche ich mich mit meinem Klassenteam aus. Außerdem gibt es bei Regelverstößen Ansprechpartner für die Tabletklassen. Wenn ich in medienerzieherischen Aspekten unsicher bin, kann ich immer nachfragen."
Nutzen Sie kollegialen Austausch aktiv!
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Verbindliche und einheitlich umzusetzende Maßnahmen sind zwar wünschenswert, aber aufgrund der mangelnden Flexibilität in der Praxis nicht immer umzusetzen. Ansprechpersonen aus dem Kollegium in beratender Funktion sind manchmal hilfreicher als ein rigider Maßnahmenkatalog.
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Wenn z. B. klar definiert ist, in welchen Zeitfenstern und über welchen Kanal die verantwortlichen Lehrkräfte für die Beratung zu konkreten Situationen zur Verfügung stehen, sinkt die Hemmschwelle, sich über Regelverstöße und deren Umgang offen zu unterhalten und so auf informeller Ebene einen einheitlichen und sinnvollen Weg zu finden.
Binden Sie bei medienerzieherischen Problemen die Erziehungsberechtigten oder Ausbildungsbetriebe ein!
Durch die 1:1-Ausstattung gelangen nicht nur zahlreiche digitale Endgeräte in die Schule, sondern auch die private Mediennutzung ändert sich, da die Geräte Eigentum der Schülerinnen und Schüler sind. Medienerziehung ist also gemeinsame Aufgabe von Schule und Elternhaus, daher sollten Lehrkräfte und Erziehungsberechtigte in kontinuierlichem Austausch stehen.
„An meiner Schule gelten verbindliche iPad-Regeln für die Lernenden, deren Missachtung dokumentiert wird. Im Falle des Verstoßes erhalten einerseits die Erziehungsberechtigten einen Hinweis, andererseits wird dieser im digitalen Klassenbuch vermerkt. Das Formular zur Kenntnisnahme des Verstoßes dient als Rückmeldung für das Elternhaus und liefert auch der Klassenleitung einen Überblick, welche Regeln noch nicht von allen immer eingehalten werden. Häufen sich Regelbrüche, können dann auch entsprechende Maßnahmen getroffen werden.“
