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JIM-Studie: Medienumgang 12- bis 19-Jähriger

Die JIM-Studie (Jugend, Internet, (Multi-) Media) ist ein Langzeitprojekt des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest (mpfs) zum Medienalltag der Zwölf- bis 19-Jährigen, das seit 1998 jährlich durchgeführt wird. In diesem Rahmen werden jeweils 1.200 Kinder telefonisch oder online befragt, was ein repräsentatives Abbild der deutschsprachigen Jugendlichen in dieser Altersgruppe darstellt.

Neben der aktuellen JIM-Studie stehen auch alle vorherigen Ausgaben kostenlos zum Download zur Verfügung. Die gedruckte Form kann ebenso kostenlos von Bildungseinrichtungen, Beratungsstellen oder von mit Medien tätigen Personen bestellt werden.

Die wichtigsten Ergebnisse der JIM-Studie 2025

Ein Trend, der sich schon in der JIM-Studie 2024 abgezeichnet hatte, ist der deutlich steigende Einsatz von Künstlicher Intelligenz bei Jugendlichen. 74 Prozent der 12- bis 19-Jährigen nutzen KI beim erledigen der Hausaufgaben oder beim Lernen (2024 waren das noch 65%). In dieser Altersgruppe werden KI-Chatbots nach herkömmlichen Suchmaschinen als zweitmeistes als Such- und Rercherchetools verwendet, wobei 57 Prozent der Jugendlichen die generierten Antworten für vertrauenswürdig halten. Das Fazit: innerhalb weniger Jahre ist KI für Jugendliche zu einem wichtigen Werkzeug im Alltag geworden.

Auch das Smartphone spielt nach wie vor eine wichtige Rolle im Leben der Jugendlichen, die im Durchschnitt auf eine tägliche Bildschirmzeit von knapp vier Stunden kommen. Die Dauer der Handynutzung nimmt mit dem Alter zu, liegt sie bei den Jüngsten (12-13 Jahre) noch bei unter drei Stunden und steigt dann bei den Volljährigen (18-19 Jahre) auf über viereinhalb Stunden an. Die Studie ergibt auch, dass die Jugendlichen sich dessen bewusst sind, dass die steigende Bildschirmzeit ihren Schlaf negativ beeinflusst.

Was ist die JIM-Studie und welche Daten erhebt sie?

Die Studien erheben repräsentative Basisdaten zur Mediennutzung Jugendlicher in Deutschland. Es werden Daten zur Medienausstattung, den Freizeitaktivitäten, zur Medienbeschäftigung in der Freizeit, zum Lesen, zur Internetnutzung, zur Nutzung von Apps und Plattformen, zum digitalen Spielen und Desinformation im Netz erhoben.

Dabei steht sowohl die Kontinuität einiger Ergebnisse im Zentrum als auch die Anpassung an neue Entwicklungen. Beispielsweise wird seit 1998 die Internetnutzung erfasst. 1998 spielt das Internet noch eine untergeordnete Rolle im Alltag. Hingegen gaben 95 Prozent der Jugendlichen an, mindestens mehrmals pro Woche fernzusehen. 2021 nutzen Jugendliche durchschnittlich 241 Minuten am Tag das Internet, zudem hat das eigene Smartphone und Musik bei der Mediennutzung den größten Stellenwert. Einflüsse durch die Corona-Pandemie werden ebenso berücksichtigt wie das Aufkommen neuer Apps und Trends.

Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest

Seit 1998 erhebt der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest (mpfs) unabhängige Basisdaten zum Medienumgang von Kindern und Jugendlichen in Deutschland. In der Medienpädagogik oder in Bildungseinrichtungen sowie der Politik dienen diese als Diskussions- und Arbeitsgrundlage.

Dabei handelt es sich um ein Kooperationsprojekt der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg und der Medienanstalt Rheinland-Pfalz in Zusammenarbeit mit dem Südwestrundfunk.

© mpfs

Weitere Studien des mpfs

Neben der JIM-Studie wird in der KIM-Studie der Stellenwert der Medien im Alltag von Kindern (6 bis 13 Jahre) untersucht. Weitere Informationen dazu finden Sie in unserem Beitrag oder auf der Webseite des mpfs.

Mit der miniKIM-Studie wurden 2023 zum vierten Mal Basisdaten zur Mediennutzung von Kindern im Alter zwischen zwei und fünf Jahren erhoben.

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