Kinderrechte in digitalen Lernplattformen
Kinder und Jugendliche sollten eigentlich in den Schulen geschützte Räume zu ihrer Entwicklung finden. Was im realen Leben eine Selbstverständlichkeit ist, wird leider im digitalen Leben nicht immer ernst genommen. Eine Teilnahme an einer Werbeveranstaltung oder die Weitergabe seiner persönlichen Daten vor dem Besuch des nächsten Unterrichts wären im Schulgebäude undenkbar und sollten auch im digitalen Lernen analog gehandhabt werden.
Human Rights Watch deckte diesen Missstand auf und legte insbesondere ein Augenmerk auf das Tracking der Lernenden und die Kommerzialisierung der Nutzerdaten bei der Teilnahme am Onlineunterricht. Die offiziellen Angebote und Empfehlungen der Regierungen gaben dabei die Daten der Kinder an über 160 kommerzielle Anbieter weiter.
In vielen Fällen wurde das Tracking während des Unterrichts auch in den privaten Bereich ausgedehnt, so dass Kinder durch die Teilnahme am Unterricht ganzheitlich überwacht wurden, samt Standort.