Kosten
Die Wahl des passenden 3D-Druckverfahrens für den Schulbereich hängt von Kosten, Bedienbarkeit und pädagogischem Nutzen / Einsatzgebiet ab.
(Hinweis: Preise und Produkte auf dem Stand von September 2025)
Fused Deposition Modeling (FDM)
Fused Deposition Modeling (FDM) ist die wirtschaftlichste Option für Schulen, da die Geräte und Materialien günstig sind, die Bedienung einfach ist und sich das Verfahren ideal für Schülerprojekte eignet. Einsteigerfreundliche Drucker wie z. B. der offene Drucker Creality Ender 3 (ab ca. 200 €) oder der Prusa Mini (ab ca. 450 €) ermöglichen kostengünstiges Drucken mit PLA-Filament, das bereits ab 15–30 € pro Kilogramm erhältlich ist. Geschlossene Systeme, wie z. B. der Creality K1C (ab ca. 500 €) oder BambooLab X1 (ab ca. 1.100 €) bieten ein zusätzliches Sicherheitsfeature durch ein Gehäuse. Schülerinnen und Schüler können mit FDM eigene Modelle entwickeln, technische Konstruktionen realisieren oder mathematische Konzepte praktisch erforschen.
Stereolithografie-Verfahren (SLA)
Das Stereolithografie-Verfahren (SLA) bietet eine deutlich höhere Detailgenauigkeit und ermöglicht die Herstellung glatter, filigraner Objekte, wie sie etwa für Kunstprojekte oder anatomische Modelle im Biologieunterricht nützlich sein können. Allerdings sind SLA-Drucker teurer (ab ca. 250 € für Einsteigermodelle, professionelle Varianten über 2.500 €), und das benötigte flüssige Harz kostet 40–150 € pro Liter. Zudem erfordert das Verfahren eine aufwendigere Nachbearbeitung, da die Drucke mit Alkohol gereinigt und unter UV-Licht ausgehärtet werden müssen. Dies macht SLA für den allgemeinen Schulalltag weniger praktikabel, jedoch für spezielle Anwendungsfälle interessant.
Selektive Lasersintern (SLS)
Das Selektive Lasersintern (SLS) ist technisch das fortschrittlichste der drei Verfahren, allerdings für Schulen kaum geeignet. Es ermöglicht das Drucken stabiler, komplexer Objekte ohne Stützstrukturen, ist aber mit sehr hohen Anschaffungskosten verbunden: SLS-Drucker kosten zwischen 5.000 und 100.000 €, und das benötigte Pulvermaterial schlägt mit 100–300 € pro Kilogramm zu Buche. Zudem ist die Handhabung durch lange Kühlzeiten und aufwändiges Entpulvern kompliziert.