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Filme produzieren als ein Teil des Unterrichtsalltags – Kolleginnen und Kollegen anleiten

Wie können kompetenzorientierte Unterrichtsmethoden im Kollegium angeregt, multipliziert und langfristig etabliert werden? Ergänzend zum Angebot der ALP-Stabsstelle bieten schulinterne Fortbildungen ein großes Potenzial, da sie durch die Anpassung an die individuellen schulischen Rahmenbedingungen vor Ort den Transfer in die eigene Unterrichtspraxis optimal vorbereiten. Auf diese Weise können Kolleginnen und Kollegen bei der praktischen Umsetzung angeleitet und begleitet werden. Das folgende Beispiel beschreibt eine SCHILF zum Thema „Schülerinnen und Schüler produzieren Videos“.

Menschen verarbeiten Wissen, indem sie Bücher lesen und ein Regal einordnen

Steckbrief der Veranstaltung

Organisatorische Rahmenbedingungen:

  • Präsenzveranstaltung

  • zeitlichen Rahmen der dargestellten Veranstaltung: 2,5 h

  • Zielgruppe: Diese Fortbildung ist sowohl für Einsteiger und Entdeckerinnen bzw. Entdecker als auch für Kolleginnen und Kollegen mit Erfahrung geeignet.

  • Voraussetzungen: Bei der Konzeption der Fortbildungen sollten Sie berücksichtigen, ob die zu schulenden Lehrpersonen bereits Kenntnisse in der Bedienung der benötigten Anwendungen erworben haben. Falls entsprechende Bedienkompetenzen noch nicht ausreichend vorhanden sind, muss unbedingt eine Veranstaltung dazu vorgelagert werden. Dies kann z. B. durch Selbstlernvideos geschehen.

  • Materialien: Anleitungen zur Erstellung der Videos, mobile Endgeräte mit ausgewählten Anwendungen

Die Idee in Kürze

Die teilnehmenden Lehrpersonen schlüpfen selbst in die Rolle der Schülerinnen und Schüler und erproben das Medium „Film“, indem sie eigene Videos erstellen. Dazu stehen ihnen die gleichen Materialien und Hilfestellungen wie den Lernenden zur Verfügung. Ziel ist es, die Lehrpersonen anzuregen, Parallelen zwischen den eigenen Erfahrungen im Rahmen der Lernaktivitäten und denen ihrer Schülerinnen und Schüler herzustellen. So sind sie in der Lage, die Aufgabenstellung und die damit verbundenen Anforderungen aus der Perspektive ihrer Lernenden besser einzuschätzen.

Ausgehend von diesen Erfahrungen werden Tipps zum methodischen Einsatz diskutiert und in Kleingruppen der Transfer in die Praxis geplant. Im Basisartikel „Lernende erstellen Videos“ finden sich dazu entsprechende inhaltliche Grundlagen.

Um die Veranstaltung für Ihre Schule zu planen, finden Sie hier als Grundlage die verwendete Präsentation:

Ablauf der Veranstaltung

1. Schritt: Von Lern- zu Lehrprozessen

Die Lehrkräfte durchlaufen den Prozess der Videoerstellung in der Rolle von Lernenden. Sie...

  • … erstellen ein Video in Kleingruppen,

  • … geben und erhalten Peer-Feedback,

  • … überarbeiten ihr Produkt,

  • … präsentieren die Ergebnisse,

  • und bewerten diese.

2. Schritt: Reflexion und methodische Hinweise

  • Gemeinsam werden die durchlaufenen Schritte diskutiert und anschließend die Ergebnisse gesammelt. Im Basisartikel zur Reihe „Lernende erstellen Videos“ finden sich dazu entsprechende inhaltliche Grundlagen.

3. Schritt: Unterrichtsbezogene Zusammenarbeit anregen und etablieren

Wirksame Fortbildungen sind nicht auf Phasen des Inputs sowie der Erarbeitung beschränkt, sondern durch sie werden Gelegenheiten erschaffen, in denen Lehrpersonen die Fortbildungsinhalte im eigenen Unterricht erproben und anschließend evaluieren können.

  • Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden daher angeleitet, sich in Kleingruppen über eine mögliche Weiterarbeit auszutauschen und Ziele für den Transfer in den eigenen Unterrichtsalltag zu formulieren.

4. Schritt: Hinweise auf weiterführende Fortbildungen und Materialien

  • Mit dem Ende der Veranstaltung erfolgt der Hinweis auf das entsprechende Fortbildungsangebot der Stabsstelle Medien. Pädagogik. Didaktik. Es finden sich dort viele vertiefende Angebote rund um das Thema „Einsatz von Videos im Unterricht“. 

  • Zum Lernen mit Erklärvideos bieten sich zahlreiche Handlungsalternativen an. Erklärvideos bieten z. B. auch eine Möglichkeit, den Schülerinnen und Schülern Inhalte und Prozesse audiovisuell, kompakt und digital aufzubereiten. Das beliebte Medium kann sehr sinnvoll in Lernszenarien integriert werden. Dazu kann auf folgenden Beitrag im mebis Magazin verwiesen werden.

Hilfreiche Tipps

Bei der Konzeption der Fortbildungen sollten Sie berücksichtigen, ob die zu schulenden Lehrpersonen bereits Kenntnisse in der Bedienung der benötigten Anwendungen erworben haben. Falls entsprechende Bedienkompetenzen noch nicht ausreichend vorhanden sind, muss unbedingt eine Veranstaltung zu Methodik und Didaktik vorgelagert werden. Dies kann z. B. durch Selbstlernvideos geschehen.

 

Für die Fortbildung müssen passende Beispiele und Aktivitäten als Zielrichtung ausgewählt werden. Verwenden Sie dazu gerne Beispiele, die an den Pilotschulen erarbeitet wurden. Es ist sinnvoll, dass sich die Lehrkräfte auch mit Beispielen anderer Fächer auseinandersetzen, um ein möglichst breites Einsatzspektrum des Mediums „Film“ und unterschiedliche Umsetzungsideen kennen zu lernen.

Um Fortbildungsangebote in ihrem Potenzial für einen Beitrag zu einer nachhaltigen Veränderung des Unterrichts zu stärken, kann es hilfreich sein, wenn den Lehrkräften im Anschluss an die eigentliche Fortbildung ein weiteres Unterstützungsangebot zur Verfügung steht. Das könnte zum Beispiel eine feste Ansprechperson sein. Auch könnten während der Fortbildung angebahnte Kooperationen zwischen Lehrpersonen als Beginn eines unterstützenden Netzwerks fungieren.

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