Tipps für eine routinierte Lernorganisation mit wenig Zeitverlusten bei den Übergängen
Betrachten Sie Ihren Workflow aus der Perspektive der Lernenden!
Wo finde ich die Materialien?
Mit welcher Anwendung öffne ich das Material?
Wo speichere ich das Material ab, damit ich es wiederfinde?
Wie benenne ich dazu das Material?
Wie reiche ich das Material ein?
Wie bearbeite ich Aufgaben kollaborativ?
Wer hilft mir bei Problemen? Wer ist für was der Ansprechpartner?
Wie erreiche ich meine Lehrkraft?
Was erwartet meine Lehrkraft von mir?
Wie arbeite ich außerhalb der Unterrichtszeit mit anderen zusammen?
Wie gehe ich mit der Ablenkung um?
Wie kann mir das Endgerät bei meiner Organisation des Lernens helfen?
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„Bei mir an der Schule werden die digitalen Unterrichtsinhalte hauptsächlich über die mebis Lernplattform organisiert. Durch diese Vereinbarung sind alle Beteiligten fit in der Handhabung. Da alle wesentlichen Unterrichtsschritte für die Lernenden in der Lernplattform zu finden sind und sie den Ablauf gewohnt sind, kann in meinem Unterricht sehr selbstständig gearbeitet werden, ohne dass Zeit z. B. beim Wechsel zwischen analogen und digitalen Übungen verloren geht.“
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In meinem Unterricht starten wir jede Stunde mit einer festen digitalen Routine: Die Schülerinnen und Schüler öffnen direkt die entsprechende Aufgabe in der Lernplattform. So vermeiden wir lange Übergangszeiten und alle wissen, was zu tun ist, ohne auf zusätzliche Anweisungen warten zu müssen.
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Um Zeitverluste bei Übergängen zu minimieren, arbeiten wir mit klar definierten Arbeitsphasen. Es gibt unter anderem feste Regeln, wann Tablets genutzt und wieder weggepackt werden. Durch sichtbare Zeitvorgaben über den Beamer wissen die Schülerinnen und Schüler genau, wie lange sie für eine Aufgabe haben, was zu einer effizienten Arbeitsweise beiträgt.
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„Um in meinem Unterricht die Vorteile der Digitalen Medien voll ausschöpfen zu können, dürfen die Schülerinnen und Schüler in vielen Phasen selbstständig an Aufgabenstellungen arbeiten. Damit das Flüssig funktioniert, hat es sich als sehr wichtig erwiesen, Aufgabenstellungen sehr genau zu formulieren und gerade in jüngeren Jahrgangsstufen Operatoren und benötigte Materialien zu hervorzuheben.“
Erstellen Sie klare Arbeitsaufträge mit Blick auf die Anwendungen, die genutzt werden sollen!
Durch die erweiterten Möglichkeiten der mobilen Endgeräte, wie beispielsweise die digitale Heftführung neben der analogen, ist es in diesem Unterrichtssetting sehr wichtig, klare und genaue Arbeitsaufträge für einen reibungslosen Unterrichtsablauf zu formulieren.
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„Bei der Planung meiner Unterrichtsstunden achte ich nun wieder vermehrt darauf, die Lernenden ihr digitales Heft bzw. ihr Tablet in Unterrichtsphasen schließen zu lassen, in denen es nicht benötigt wird. Erst wenn es ein neuer Arbeitsauftrag erfordert, sollen sie es wieder öffnen. Somit muss ich mir natürlich genau überlegen, wie ich meine Erarbeitungsschritte in der Stunde einteile, um ein unentwegtes Öffnen und Schließen der Tablets zu verhindern.“
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"Arbeitsaufträge müssen viel genauer und eindeutiger, dabei aber weiterhin klar und überschaubar formuliert werden. Eine einfache Anweisung, eine Aufgabenstellung zu bearbeiten, ist nicht mehr ausreichend, dem Lernenden muss auch immer vermittelt werden, ob diese Anweisung digital oder analog, mit einer bestimmten App oder frei bearbeitet werden soll. Dabei muss ich immer im Hinterkopf haben, welche Anwendungen und Programme meine Klassen schon kennen oder ob ich Zeit einplanen muss, den Umgang mit diesen einzuüben.“
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„Da meine Erfahrung mit digitalen Endgeräten zeigt, dass Arbeitsphasen mit zunehmender Dauer für die Lernenden immer anstrengender werden, versuche ich diese etwas umzudenken und durch viele, kurzschrittige Arbeitsaufträge zu rhythmisieren. Durch den Einsatz von unterschiedlichen Informationsdarbietungen in Form von Video, Audio und Text, verschiedenen Reflexionsimpulsen, Diskussionsanregungen sowie Feedbackmechanismen bleiben die Konzentration und das Interesse der Lernenden hoch.“
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„Um Unterrichtsphasen, in denen das digitale Endgerät genutzt wird, von denen zu trennen, in welchen es nicht gebraucht wird, habe ich in meinem Unterrichtsraum ein Ampelsystem etabliert. So bekommen die Lernenden ein klares visuelles Signal, welches ihnen zeigt, dass sie ihre Geräte jetzt nutzen dürfen oder diese geschlossen beiseitelegen müssen. Dieses System hat sich bei uns im Förderzentrum gut bewährt.“
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„Um in meinem Unterricht die Vorteile der digitalen Medien voll ausschöpfen zu können, dürfen die Schülerinnen und Schüler in vielen Phasen selbstständig an Aufgabenstellungen arbeiten. Damit das flüssig funktioniert, hat es sich als sehr wichtig erwiesen, Aufgabenstellungen sehr genau zu formulieren und gerade in jüngeren Jahrgangsstufen Operatoren und benötigte Materialien hervorzuheben.“
Planen Sie ausreichend Zeit für neue Arbeitsabläufe ein!
Zu Beginn stellt die Arbeit mit mobilen Endgeräten für alle Beteiligten eine große Herausforderung dar. Planen Sie daher mehr Zeit ein und greifen Sie auf das Vorwissen der Lernenden zurück.
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„Der Umgang mit den mobilen Endgeräten erfordert für die Schülerinnen und Schüler zu Beginn eine kleinschrittige Vorgehensweise: Wo finde ich die Datei, wie öffne ich sie und wo lege ich sie ab? Die Verwendung entsprechender Icons bei Arbeitsaufträgen unterstützen die Lernenden bei der Orientierung und erleichtern den Arbeitsprozess. Diese Zeit muss ich in der Unterrichtsplanung berücksichtigen.“
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„Gemeinsam mit den Lernenden übe ich das Speichern von Dokumenten im entsprechenden Fachordner ein und zeige ihnen, wie sie die benötigten Unterlagen in andere Anwendungen integrieren können.“
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„Bevor das Schuljahr begonnen hat, wurde im DSDZ-Team festgelegt, welche Programme für die Geräte der Lernenden empfohlen werden sollen. Dabei wurde darauf geachtet, dass diese nur sehr wenige und möglichst für viele Fächer einsetzbare sind. Diese Programme wurden im Rahmen eines Einarbeitungskonzeptes allen Schülerinnen und Schülern erklärt. Im eigenen Unterricht kann ich auf diese Grundlagen aufbauen, sofern ich genau die Anwendungen verwende, die bekannt sind."
Üben Sie das Arbeiten mit dem Gerät ein!
Wie bei allen Dingen im Leben gilt auch im Umgang mit den mobilen Endgeräten: „Übung macht den Meister“. Geben Sie sich und Ihren Schülerinnen und Schüler daher die Zeit, mit den Geräten vertraut zu werden und die bestmöglichen Workflows einzuüben.
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„Gemeinsam mit den Lernenden übe ich das Speichern von Dokumenten im entsprechenden Fachordner ein und zeige ihnen, wie sie die benötigten Unterlagen in andere Anwendungen integrieren können.“
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„Der Umgang mit den mobilen Endgeräten erfordert für die Schülerinnen und Schüler zu Beginn eine kleinschrittige Vorgehensweise: Wo finde ich die Datei, wie öffne ich sie und wo lege ich sie ab? Die Verwendung entsprechender Icons bei Arbeitsaufträgen unterstützen die Lernenden bei der Orientierung und erleichtern den Arbeitsprozess.“
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„Ich nutze meine Klassenleiterstunden regelmäßig als ‚Tablet-Aufräumstunde‘. Dabei sollen die Lernenden ihre digitalen Hefte und Ordner in Bezug auf Ordnung, Struktur und Sauberkeit überprüfen und entsprechend sortieren. Auch Vetretungsstunden in der eigenen Klasse bieten sich hierfür an.“