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Digitale Lernaufgaben teilen

Gelungene Digitale Lernaufgaben wollen geteilt werden. Lassen Sie andere Lehrkräfte von Ihren Ideen und deren Umsetzung profitieren und ermöglichen Sie, dass Ihre Materialien weiterentwickelt werden. In diesem Beitrag erfahren Sie, weshalb es sich lohnt, ein Teil der „Kultur des Teilens” zu werden, und was Sie beim Veröffentlichen eigener Digitaler Lernaufgaben beachten sollten.

Die „Kultur des Teilens” leben

Menschen teilen Ressourcen, Wissen und Fähigkeiten in verschiedenen Lebensbereichen. Gemeinschaftsgärten, Carsharing, Nachbarschaftshilfen, Couchsurfing sind nur einige Beispiele, die schon weit verbreitet sind. Auch im Schulbereich hat das Thema in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Das Teilen von Unterrichtsmaterialien ist für Lehrkräfte einfach möglich, etwa über Tauschbörsen wie Mundo, Segu, mebis teachSHARE.

Was ist OER?

OER steht für „Open Educational Resources” (deutsch: Offene Bildungsressourcen). Dieser Begriff bezieht sich auf Bildungsmaterialien, die frei verfügbar sind und öffentlich genutzt, angepasst und geteilt werden können. Der grundlegende Gedanke hinter OER ist die Förderung des offenen Zugangs zu Bildungsinhalten, um Bildung für alle zugänglicher und erschwinglicher zu machen.

Die Kultur des Teilens im Internet zielt darauf ab, Wissen und Informationen transparent und für alle zugänglich zu machen. Dies schließt das Teilen von Materialien, Ideen und Prozessen, sowohl erfolgreichen als auch gescheiterten, ein. Wer in dieser Kultur des Teilens aktiv ist, betrachtet sein Wissen nicht als persönliches Eigentum, sondern als Beitrag zur Gesellschaft und akzeptiert den Kontrollverlust über das Geteilte im Vertrauen darauf, dass es nützlich sein wird (Mihajlović 2020).

Teilen von Digitale Lernaufgaben

In der Aufgabensammlung „mebis Digitale Lernaufgaben” finden Sie bereits veröffentlichte Aufgaben, die weitergegeben und verändert werden dürfen. Diese Aufgaben wurden zumeist von Lehrkräften im Rahmen von Arbeitskreisen des Staatsinstituts für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) erstellt. Damit diese Aufgaben veröffentlicht werden konnten, mussten bestimmte Anforderungen erfüllt werden. Dazu gehört etwa, dass urheberrechtliche und datenschutzrechtliche Vorgaben einwandfrei eingehalten sind und dass ein klarer Bezug zu den Kompetenzerwartungen des LehrplanPLUS hergestellt ist. Digitale Lernaufgaben können aber nicht nur auf diese Weise geteilt werden. Lesen Sie weiter, um zu erfahren, welche Möglichkeiten Ihnen dazu offen stehen.

Eigene Digitale Lernaufgaben veröffentlichen

Auch Sie können selbst erstellte oder weiterentwickelte Digitale Lernaufgaben mit anderen Lehrkräften teilen. Wenn Sie beispielsweise einen Kurs in der mebis Lernplattform so konzipieren, dass er zum Orientierungsrahmen „Digitale Lernaufgaben” passt, könnten Sie ihn auf teachSHARE veröffentlichen. Oder Sie geben Aufgabenbeschreibungen und Materialien über Cloudspeicher oder ähnliche Systeme innerhalb Ihres Kollegiums weiter. Wenn sich innerhalb Ihres Kollegiums oder einer anderen, gegebenenfalls auch schulübergreifenden Gruppe von Lehrkräften eine Kultur des Teilens etabliert, dann profitieren alle davon.

Austausch im Kollegium

Gerade wenn Sie hohe Ansprüche an sich selbst stellen, mag es manchmal schwerfallen, Ihre Materialien an andere weiterzugeben. Oder Sie sind sich nicht sicher, ob die Aufgabe auch rechtlich in Ordnung ist. Gerade die Rückmeldungen Ihrer bekannten Kolleginnen und Kollegen können jedoch sehr wertvoll sein, um die Qualität Ihrer Unterrichtsmaterialien zu verbessern und Ihre eigenen Kompetenzen auszubauen. Wir möchten Sie daher ermutigen, den geschützten und vertrauten Raum des persönlichen Austauschs im Kollegium zu nutzen.

Der nächste Schritt

Wenn Sie sich dazu entscheiden, eigene Digitale Lernaufaben auch über den Horizont der eigenen Schule hinaus zu teilen, sollten Sie einige Aspekte berücksichtigen. Es empfiehlt sich, auf die folgenden Punkte nicht erst zu achten, wenn Sie eine Aufgabe weitergeben, sondern bereits beim Erstellen. Das erspart Ihnen spätere Anpassungen. Stellen Sie sich etwa folgende Fragen:

  • Ist die Aufgabe selbsterklärend? Bestenfalls geben Sie die Materialien zusammen mit Informationen zum Einsatz der Aufgabe weiter.

  • Sind Schülerdaten enthalten? Weitergegebene Materialien sollten keine personenbezogenen Daten enthalten. Dazu gehören beispielsweise Namen, Fotos von Gesichtern oder Stimmen.

  • Ist die Aufgabe nur mit bestimmten Tools einsetzbar? Überlegen Sie, ob auch alternative Werkzeuge verwendet werden könnten, beispielsweise wenn das von Ihnen verwendete Tool an einer anderen Schule nicht genutzt wird.

  • Ist die Aufgabe urheberrechtlich einwandfrei? Setzen Sie nur solche Bilder und andere Materialien ein, die Sie entweder selbst erstellt haben oder bei denen Sie sich sicher sind, dass sie weitergegeben werden dürfen.

Weitere Aspekte, die Sie bereits vor dem Erstellen einer Digitalen Lernaufgabe beachten sollten, finden Sie in den folgenden Beiträgen:

Von der Idee zur Umsetzung

Schritte zum Erstellen einer eigenen Digitalen Lernaufgabe: Wie fange ich an und was ist auf dem Weg zur Umsetzung zu beachten?

Wiederverwenden erlauben

Das Urheberrecht gilt in Deutschland immer und kann nicht aufgegeben werden, selbst für Materialien, die Sie vollständig selbst erstellt haben. Wenn Sie ausdrücklich möchten, dass andere Lehrkräfte Ihr Material verwenden und nutzen dürfen, dann teilen Sie das durch die Angabe einer freien Lizenz mit.

Die Creativ-Commons-Lizenzen (CC) sind durch Kürzel und Symbole für verschiedene Nutzungsvorgaben wie Autorennennung, Kommerzialisierung oder Wiederverwendung gekennzeichnet. So können die Werke von Ihnen als Autorin oder Autor schnell und übersichtlich individuell unterschiedlich streng lizenziert werden. Suchmaschinen enthalten in der erweiterten Suche Filter, die entsprechend der Autorenangaben nach diesen Lizenzen filtern können.

Die Infografik kann Ihnen bei der Entscheidungsfindung für die passende Lizenz helfen:

CC BY (Namensnennung): Diese Lizenz ermöglicht anderen, Ihr Werk zu verwenden, zu verändern und kommerziell zu nutzen, solange sie Sie als Urheber nennen.  CC BY-SA (Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen): Verwenden Sie diese Lizenz, wenn Sie die gleichen Freiheiten wie bei CC BY gewähren möchten, aber verlangen, dass abgeleitete Werke unter derselben Lizenz veröffentlicht werden.  CC BY-ND (Namensnennung - Keine Bearbeitung): Diese Lizenz schützt Ihr Werk vor Veränderungen und erlaubt anderen, es zu verwenden, solange sie Sie als Urheber nennen und keine Änderungen vornehmen.  CC BY-NC (Namensnennung - Nicht-kommerziell): Diese Lizenz gestattet anderen die Nutzung Ihres Werks, jedoch nicht für kommerzielle Zwecke. Die Urheberschaft muss weiterhin genannt werden.  CC BY-NC-SA (Namensnennung - Nicht-kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen): Diese Lizenz erlaubt die Nutzung, Änderung und Weitergabe für nicht-kommerzielle Zwecke, vorausgesetzt, sie geben Sie als Urheber an und verwenden die gleiche Lizenz.  CC BY-NC-ND (Namensnennung - Nicht-kommerziell - Keine Bearbeitung): Wählen Sie diese Lizenz, wenn Sie möchten, dass Ihr Werk nur für nicht-kommerzielle Zwecke unverändert verwendet wird.
Grafik von Barbara Klute und Jöran Muuß-Merholz für wb-web.de unter CC BY SA 3.0

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